Gesprächsthema, das in letzter Zeit häufig bei Rohstoff-Meetings aufkommt
Mich interessieren die Rohstofftrends, die Branchenleute aktuell wahrnehmen. Ich schreibe zuerst auf, was sich im stationären Handel und online abzeichnet.
- PDRN·DNA-Klasse: Ausweitung bis hin zu Sonnencremes·Pads
- Peptide: Mehr Anfragen als Alternative zu Retinol
- Fermentation·Mikrobiom: Rohstoffe für Storytelling
- Mildes Konservierungssystem: Formulierung statt „ohne Konservierungsstoffe“
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Rohstoffe, die nächstes Jahr im Fokus stehen
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Aus der Praxis noch ein weiterer Gedanke: Heutzutage scheint wichtiger zu werden, welche Rolle ein Rohstoff innerhalb der Formulierung spielt und mit welchen Daten sich das erklären lässt, als der „neue Rohstoff“ an sich.
Bei PDRN lohnt es sich, zunächst die Herkunft des Rohstoffs, die INCI-Bezeichnung, die Molekülgröße und die Art der Formulierung zu prüfen. Auch bei gleichem Namen können sich das Hautgefühl im fertigen Produkt und das Konzept zur Wirkstoffabgabe unterscheiden. Und nur weil PDRN inzwischen auch in Sonnencremes·Pads eingesetzt wird, lassen sich UV-Schutz oder die Wirkung bei der Hornhautpflege nicht PDRN zuschreiben. Bei Peptiden ist statt „Alternative zu Retinol“ entscheidend, um welches Peptid es sich handelt und ob es Belege auf Ebene des fertigen Produkts gibt.
Das Mikrobiom ist interessant, aber ein Bereich, in dem die Aussagen leicht den Tatsachen vorausgehen. Die konkrete Identität der Stämme·Fermentationsprodukte und Stabilitätsdaten dürften daher den Unterschied ausmachen. Auch bei Konservierungssystemen sind ein auf die Anwendungsbedingungen abgestimmtes Konservierungskonzept und Testergebnisse überzeugender als „ohne Konservierungsstoffe“. Was hört ihr in letzter Zeit bei Rohstoff-Meetings am häufigsten: neue Namen oder eher Gespräche über Belege?