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Die 'Hipjiro'-Gassen von Euljiro: tagsüber Druckereien, nachts versteckte Bars

Ein Papiergroßhändler in Euljiros Druckereigasse bei TagMenschenmengen in einer Euljiro-Gasse bei Nacht

Auf den ersten Blick wirkt Euljiro nicht wie ein Nachtleben-Viertel. Tagsüber ist es noch voller kleiner Druckereien und Metallwerkstätten, die dort seit Ende der 1960er arbeiten — Papierstapel auf dem Gehweg, Lieferwagen, die sich durch enge Gassen zwängen. Die neuere, lebendigere Ecke des Viertels nennen Einheimische mittlerweile "Hipjiro", ein Wortspiel mit dem koreanischen Wort für "hip".

Der Abschnitt, der die meisten Besucher anzieht, reicht ungefähr von Euljiro 3-ga bis Euljiro 4-ga. Tagsüber ist es weiterhin ein aktives Druckereiviertel; sobald der Abend kommt, verwandeln sich unbeschriftete Türen in oberen Stockwerken alter Gebäude in kleine Bars und Cafés, viele ganz ohne Schild, in Häusern, in denen unten noch Werkstätten sitzen. Nogari-golmok, eine nahe Gasse mit Tischen im Freien, an denen getrockneter Pollack mit Bier serviert wird, ist einer der bekanntesten Ankerpunkte der Gegend und füllt sich schon früh am Abend.

Wer darüber geschrieben hat, beschreibt ein echtes "versteckt vor aller Augen"-Gefühl — oft braucht man die Kartenapp nur, um das richtige Gebäude zu finden, das richtige Stockwerk ist dann noch mal eine eigene Suche. Mehrere Reiseberichte nennen konkrete Orte wie ein Galerie-Café oder eine Bar, deren Barkeeper Englisch spricht und den Drink nach Geschmack mixt, daneben stimmungsvollere Orte mit einem eigenen Gimmick wie Meereswellen-Videos oder kuratiertem Hi-Fi-Sound. Die Kehrseite, die ebenfalls genannt wird: Zwischen unbeschrifteten Türen verliert man leicht die Orientierung, und manche dieser Bars füllen sich schnell, sobald sich etwas herumgesprochen hat.

Praktische Infos: Das Zentrum bilden die Stationen Euljiro 3(sam)-ga und Euljiro 4(sa)-ga (Linie 2/5), wenige Stationen von Myeongdong entfernt; die Druckereien halten wochentags Tagesöffnungszeiten, während Bars und Cafés meist erst abends öffnen — daher lohnt es sich, den Besuch aufzuteilen: tagsüber das Druckereiviertel, abends die Barszene. Nur wenige Lokale nehmen Reservierungen an, meist schlendert man umher und wählt, was gerade offen wirkt.

In der Nähe liegt Myeongdong nur wenige U-Bahn-Stationen entfernt, und Nogari-golmok selbst lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die umliegenden Druckereigassen verbinden.

Entdeckt ihr eine Bar ohne Schild lieber durch Herumstreifen, oder recherchiert ihr vorher?

Quellen: Offizielle Visit-Seoul-Reportage · Medienportal der Stadt Seoul · VisitKorea-Reportage · Korea-Peek-Guide Geprüft: September 2026

Die 'Hipjiro'-Gassen von Euljiro

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#Euljiro #Hipjiro #SeoulNachtleben #VersteckteBars #Druckereigasse

Fotos: Aaaatu, CC BY-SA 4.0 · Seoul Tourism Organization, KOGL Type 1

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